Greenkeeping auf höchstem Niveau auch für die Trainingsplätze der WM 2026
Quelle: Köllen-Verlag
Bearbeitung: Dr. Klaus Müller-Beck, Ehrenmitglied Deutsche Rasengesellschaft e.V.
Das aktuelle „WM-Special“ des Köllen-Verlages zeigt eine Perspektive auf das WM- Turnier, die in der allgemeinen Berichterstattung meist nur am Rande vorkommt. Es erzählt von Menschen, die selten Schlagzeilen schreiben, deren Arbeit aber entscheidend dazu beiträgt, dass Spitzenfußball überhaupt auf diesem Niveau stattfinden kann. Die Rede ist hier von den ausgebildeten und erfahrenen Greenkeepern, die nach der Rasenanlage die Pflege-Verantwortung für die hochwertigen Rasenflächen übernehmen.
Klare Konzepte für den Stadionrasen
Der Umbau der Kunstrasenplätze für die WM 2026 erfolgte nach Vorgaben der FIFA. Hier wird deutlich, welch hohen Stellenwert der Naturrasen als Belag für die Spieler hat. Der Aufwand ist erheblich, aber die Funktionalität und die Sicherheit der Spieler sind durch die vorausgegangenen Forschungsarbeiten an der Tennessee University und Michigan University gewährleistet; denn diese Ergebnisse flossen in die Realisierung der Rasensysteme.
Mit dem Start des Turniers wurde deutlich, dass sich der Schichtaufbauten bewährt hat und aus der Sicht des Betrachters ein einheitliches Bild für alle WM-Plätze gewährleistet wird. Dabei wird bei unterschiedlichsten Standort- und Stadionbedingungen gespielt. Jetzt kann man mit Spannung beobachten, wie sich die „Cool-Season“ Gräser und die „Warm-Season“ Gräser über den Zeitraum des Turniers verhalten werden. Nach den ersten Spielen darf man wohl sagen: „Der Rasen ist bis jetzt perfekt“.
Eine Vorgabe der FIFA lautet: Die Fußballplätze in den 16 Stadien sollen sich für die Spieler gleich anfühlen.
Ein Blick ins deutsche Base Camp
Im Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Winston-Salem, North Carolina, wurde bereits Monate vor dem Turnierstart an den Voraussetzungen für eine erfolgreiche WM gearbeitet. Wachstumsfolien, Bodenanalysen, spezielle Mähtechnik und tägliche Abstimmungen über mehrere Zeitzonen hinweg gehörten dort genauso zur WM-Vorbereitung wie Taktikbesprechungen und Trainingseinheiten.
Mi der Leidenschaft eines deutschen Greenkeepers für den Fußball, sorgt Sebastian Breuing für die idealen Voraussetzungen auf den Trainingsplätzen der deutschen Nationalmannschaft. Im „WM-Special“ lesen Sie ein Interview mit ihm zu den größten Herausforderungen vor Ort. Dazu muss man wissen, dass im Base Camp Bermudagrass als „Warm-Season“ Gras kultiviert wird.
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