Autor: © H. Dr. R. Hähndel, Agrarzentrum Limburgerhof
Eisen (Fe) ist eines der am meisten in Böden vorkommenden Elemente. Für die Pflanzen
gilt Fe als Mikronährstoff, da der Fe-Bedarf der Kulturen nur bei einigen
g pro Hektar liegt. Trotzdem ist das Auftreten von akutem oder latentem Eisenmangel recht häufig,
da nicht immer ausreichend pflanzenverfügbares Eisen (Fe2+)
in der Bodenlösung vorhanden ist. So ist die Fe - Düngung in vielen Gegenden eine Standardmaßnahme,
um den Kulturerfolg zu sichern. Hierfür werden Eisen-Chelate, aber auch Eisensulfat eingesetzt.
Besondere Formulierungen des Letzteren werden oft auf Rasenflächen verwendet, da Rasengräser
auf Grund ihres dichten Wurzelwerkes einen Teil des Eisens aufnehmen können, bevor es im Boden
wieder oxidiert wird.
Eisen-Mangel Pflanzen haben hellgrüne, chlorotische Blätter infolge geringer Chlorophyllgehalte. Pflanzen mit guter Fe-Versorgung hingegen verfügen über dunkelgrüne Blätter. Eine dunkelgrüne Farbe ist ein wichtiges Qualitätskriterium für eine Rasennarbe. Hierfür wird neben einer ausreichenden N-Versorgung eben auch eine entsprechende Menge an pflanzenverfügbarem Eisen benötigt. Aus diesem Grund wird in der professionellen Rasenpflege teilweise mehrmals in der Vege-tationsperiode mit entsprechenden Fe-Formulierungen gedüngt. Aber auch über Winter heutzutage wird eine ansprechende Ausfärbung der Rasennarbe erwartet. Die Frage ist, wann für die Winterwirkung die günstigste Zeit der Düngung ist.
In Abbildung 1 ist ersichtlich, dass die früheste geprüfte Ausbringung im Oktober bis in den Spätwinter einen guten Farbaspekt zeigte. Zur Ergänzung würde sich hier eine weitere Fe - Applikation oder aber eine Spätherbstdüngung mit einem Stickstoff-Langzeitdünger im Dezember anbieten. Der spätere Ausbringtermin des Eisendüngers im Dezember bewirkte einen ansprechenden Aspekt im Januar und Februar, die Monate vor der Düngung zeigte die Narbe jedoch einen unbefriedigenden hellen Aspekt.


Abbildung 2 zeigt eine Aufnahme von Ende November mit einer Fe - Applikation Mitte Oktober.
Die Parzelle ohne (links) Fe fiel in den folgenden Wochen im Farbaspekt weiter ab, die Fe - gedüngte
Parzelle (rechts) hingegen verblieb noch für mehrere Wochen grün.
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