Mischungen werden funktionsbezogen zusammengesetzt. Für strapazierfähige Rasen sind vor
allem Lolium perenne (Dt. Weidelgras) und Poa pratensis (Wiesenrispe) geeignet.
Für Zierrasen werden feinblättrige Arten bevorzugt, wie Agrostis stolonifera (Flechtstraußgras),
Agrostis capillaris (Rotes Straußgras) und Festuca rubra (Rotschwingel).
Für Landschaftsrasen können fast alle Gräser eingesetzt werden.
Gebrauchsrasen, die als Hausrasen oder in Parkanlagen Verwendung finden, zeichnen sich durch geringen
Wasser- und Nährstoffbedarf aus und benötigen keine intensive Pflege.
Für spezielle Rasenformen, wie z. B. Golf- und Bowling-Grüns oder Begrünungen auf
Abraumhalten usw. sind Rasenfachleute z.B. der DRG, der Saatgutfirmen oder der Firmen des Landschaftsbaues
zu befragen.
Für alle Rasenanlagen gilt die Herstellung eines feinen Saatbeetes, da die einzelnen Früchte
(Samen) sehr klein sind. Eingesät werden kann zu allen frostfreien Perioden und bei genügender
Feuchtigkeit im Boden.
Bei Verwendung von Regel-Saatgutmischungen (RSM) hat man eine gewisse Gewähr für
gute Qualität des Saatgutes. In diese Mischungen werden die besten Sorten jeder Art verwendet
und die Mindestkeimfähigkeit ist höher als bei anderen Mischungen.
Folgende Mischungen sind als RSM im Handel erhältlich.
Angaben zu den jeweiligen Regelwerten der verschiedenen Gräseranteile sind in der jährlich
erscheinenden FLL-Broschüre "Regel-Saatgut-Mischungen Rasen" enthalten.
mit Agrostis capillaris, Agrostis stolonifera und drei Festuca rubra-Unterarten
in der Standardmischung mit Agrostis capillaris, den drei Festuca rubra-Unterarten und Poa pratensis
mit Lolium perenne und Poa pratensis
Beispiel: RSM 3.1
mit Agrostis capillaris, Agrostis stolonifera und Festuca rubra-Unterarten sowie Poa pratensis und Lolium perenne im Bereich der Abschläge und Spielbahnen
Festuca rubra, Lolium perenne, Poa pratensis und ggf. Festuca arundinacea
mit Agrostis capillaris, Anthoxanthum odoratum, Festuca ovina, Festuca rubra, Poa compressa, Poa pratensis und verschiedenen Kräuterarten
je nach Standort und Anwendungsbereich mit verschiedenen Gras- und teilweise zusätzlich Kräuterarten.
(artenreiches Extensivgrünland je nach Standort und Anwendungsbereich mit verschiedenen Gras- und Kräuterarten Verhältnis 70:30