Autor: Dr. Klaus Müller-Beck, DRG Vorsitzender, Warendorf
Das 104. Rasenseminar der Deutschen Rasengesellschaft (DRG) am 10. und 11. September 2007, führte
nach Ulm und in die Region der Schwäbischen Alb. Annähernd 100 Teilnehmer aus Österreich,
der Schweiz, Niederlande und Deutschland informierten sich zum Thema: „Bodenverdichtungen
und deren Beseitigung in Rasentragschichten.
Das abwechslungsreiche Exkursionsprogramm führte die Teilnehmer zunächst nach Rammingen
zur Besichtigung der Produktionsstätte der Firma Wiedenmann. Auf dem Golfplatz Hochstatt konnte
man sich bei einer Vorführung von der Leistungsfähigkeit der Nachsaatvarianten mit dem
Väderstad-Gerät bzw. mit dem Terracombi-Spikeseeder überzeugen.
![]() Teilnehmer der DRG-Fachexkursion beim Rundgang durch die Produktionshallen der Firma Wiedenmann, Rammingen ( Fotos: K.Müller-Beck) |
![]() Vorf ührung des Väderstad-Nachsaatgerätes auf der Golfanlage Hochstatt bei Neresheim, Ostalb |
Bevor es nach Aalen ging, stand ein Rundgang durch das Naturschutzgebiet Zwing bei Neresheim auf dem Programm. Es folgte dann die Präsentation der Lockerungsgeräte auf dem Trainingsplatz . Ein besonderer Höhepunkt war bei dieser Station die Messung verschiedener Bodenparameter mit dem Penetrometer und dem "Gasanalyser".
![]() Lockerungsarbeiten auf dem Trainingsgel ände der Sportanlage Aalen (Fotos: K.Müller-Beck) |
![]() Justierung der Messger äte links Penetrometer (W. Prämaßing), rechts "Gansanayser" (J. Morhard) |
Bei den Fachreferaten am zweiten Tag ging Dr. U. Thumm von der Rasenfachstelle Hohenheim, zunächst sehr anschaulich auf die Entwicklungsgeschichte der Schwäbischen Alb ein. Die praktischen Eindrücke aus den Maschinenvorführungen und Besichtigungen wurden dann in den folgenden Referaten umfassend erläutert:
In einer vertiefenden Abschlussdiskussion konnten theoretische Erkenntnisse und die praktischen Erfahrungen bei der Umsetzung der Maßnahmen eingehend mit den Teilnehmern erörtert werden. Ein kritischer Punkt war dabei, die Gewichtsgrenzen für die jeweiligen Geräte zu finden, damit es nicht zu ungewollten Verdichtungen kommt.
Eine wesentliche Erkenntnis kann man als Schlussfolgerung zusammenfassen:
„Lockerungsarbeiten bei Rasentragschichten sind notwendig zur Erhaltung der Wachstumsbedingungen
und Wurzelentwicklung der Gräser.
Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Verdichtungen bei ungünstigen Witterungsbedingungen
(Feuchtigkeit) sind hilfreich, da sich geschädigte Böden nur sehr langsam (über Jahre)
regenerieren können.“

Exkursion 104. DRG-Rasenseminar:
Blick in das Naturschutzgebiet Zwing bei Neresheim mit Kalk-Magerrasen, Wacholder (Juniperus communis)
und der Beweidung durch Schafe zur Pflege des Bestandes.
(Foto: KG. Müller-Beck)
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